Andreas Malms Propaganda für eine klimapolitische Bolschewisierung

von Detlef Hartmann

A. Ich kenne wenige, die Andreas Malms Aufforderung zur Sabotage in „Wie man eine Pipeline in die Luft jagt“ nicht unterschreiben würden. Angesichts der demütigenden Geringschätzung, mit der die Herr*innen in Politik, Industrie und Justiz der zurückhaltenden Gewaltlosigkeit der Demonstrationen, Baumbesetzungen, Klimacamps, Dorfbewohner begegnen. „Macht nur,“ so lautet die Botschaft, „all das juckt uns nicht, es geht uns am Bürzel vorbei.“ Und das, wo die Zeit rennt, die Polkappen schmelzen und die Zukunft schrumpft. Malms Buch ist eine genaue, geradezu erschöpfende und rhetorisch brillante Bestandsaufnahme der Not und der Schreie danach, dem Zynismus der Gegenseite mit Formen niederschwelliger Sabotage gerecht zu werden.

Gut so? Alles in Ordnung? Weitgehend. Etwa bis S. 170. Da kommt zunächst eine sehr fragwürdige Inanspruchnahme der realen existenziellen Wahl zwischen verschiedenen Wegen in den Tod, vor die die kämpfenden Jüd*innen im Zweiten Weltkrieg gestellt waren für ein bloß hypothetisches Gedankenexperiment angesichts der Bedrohung durch schmelzende Polkappen. Dann eine agitatorische Rückbeziehung auf die Sabotageformen der Ökologiebewegung in den 1980er Jahren. Und dann kommt der Braten. Es heißt:

Das (die Schaffung einer anderen Zivilisationsform) setzt jedoch auch voraus, dass sich die Klimamilitanz in einer breiten antikapitalistischen Grundströmung verorten muss – ähnlich wie bei früheren Verlagerungen von Produktionsweisen, als physische Übergriffe auf die herrschenden Klassen nur einen minimalen Teil der gesellschaftlichen Neuordnung ausmachten“

Abgesehen davon, dass das nicht stimmte (gewaltige Zyklen anarchistischer und sozialrevolutionärer Aktionen waren z.B. in Russland sehr nahe an den Initiativen bäuerlich-revolutionärer Neuordnung1), entscheidend ist die Betonung der „Verlagerung“ (in der Originalausgabe „shift“, hier besser mit “Schub“ übersetzt) als grundlegenden Referenzrahmen. Und hier wird’s blutig.

Wieso denn, so fragt man verblüfft. Klingt doch sachlich und neutral. Das soll es auch. Denn die Sachlichkeit verdeckt die barbarischen und mörderischen Prozesse, durch die Produktionsweisen erfunden werden, in die Welt treten, realisiert und durchgesetzt werden. Wir brauchen hier keine begriffliche und historische Verortung von „Produktionsweisen“ vorzunehmen. In seiner vorhergehenden Publikation „KlimaIx“ nennt uns Malm schon im Titel2 einen Kampfprozess und damit die Form seines Zivilisierungsziels, dem er für den Kampf gegen die Klimapolitik eine besondere Bedeutung beimisst: den bolschewistischen „Kriegskommunismus“ von 1918 an. Und den er im III. Kapitel ausführlich behandelt. Dieser Kriegskommunismus, so wissen wir, war Gewaltmedium und –ressource, in dem die bolschewistisch Variante des Fordismus unter dem werbewirksamen Propagandanamen „Sozialismus“ erbrütet und hergestellt werden sollte. Seine Kriegsmittel bestanden aus Massengewalt bis zum Giftgaseinsatz und Genozid, seine Foltermethoden konnten mit denen der Nazis durchaus mithalten, sein „Terror“ war ausdrücklich „rot“, seine Zielrichtung galt den Bäuer*innen ebenso wie den Arbeiter*innen (zu alldem weiter unten). Und seine Strategien und der „zivilisatorische“ Schub zielten auf die Herstellung einer fordstisch/tayloristische Herrschaftsform von Massenproduktion, -konsum und –kultur. Wie derjenige der westlichen Konkurrenten auch. Denn seit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg tobte ein Wettbewerb um die Position als fordistisch/tayloristischer Vorreiter in der Welt. Im Krieg dann machten sich die Deutschen mit kriegsökonomischen Mitteln zu Vorreitern, gefolgt von der britischen, zaristischen und in deren Gefolge der bolschewistischen Kriegsökonomie, die von der deutschen lernten.3

Es verwundert nicht, dass Malms Darstellung außerordentlich, ja geradezu beängstigend pfleglich in der Charakterisierung des Kriegskommunismus vor, gegen Schluss seiner Ausführungen eher beiläufig:

Nun tendiert dieser Begriff dazu, einen bitteren Nachgeschmack zu hinterlassen. Und zwar vollkommen zu Recht. Schließlich begingen die kriegführenden Bolschewik*innen nicht wenige Grausamkeiten. Es sei daher gesagt, dass die Berufung auf Kriegskommunismus keineswegs nahelegen soll, dass wir standrechtliche Erschießungen durchführen, Abteilungen für Lebensmittelbeschaffung aufs Land schicken oder die Arbeit militarisieren werden.4

Er spricht von „Missständen“ und sieht in der Militarisierung der Arbeit den „womöglich skandalösesten Aspekt der Kriegskommunismus“5

Na ja Missstände nur, da bin ich aber wirklich beruhigt. Will uns Malm verarschen? Was er benennt, war schon schlimm, aber es war – pardon, ist es leider so – vergleichsweise harmlos. Das zeigt uns Lenins blutig in Szene gesetztes Gesamtprogramm, das zeigen uns die Operationen der Tscheka, eine wenn nicht die zentrale Waffe im Kriegskommunismus, das zeigen und die Massaker an den Arbeiter*innen und der genozidale Giftgaseinsatz und Hungermord an den Bäuerinnen. Für das folgende und auch für einen Teil meiner Zitate und weiteren Nachweise verweise ich auf mein Buch „Krisen, Kämpfe, Kriege, Bd.2, Innovative Barbarei gegen soziale Revolution. Kapitalismus und Massengewalt im 20. Jahrhundert (AssoziationA). Das mache ich, weil ich möchte, dass das nachgelesen wird, vor allem wegen der globalen und historischen Zusammenhänge.

Die Tscheka

Die Tscheka6 wurde von Lenin zeitgleich mit einem arbeitspolitischen Projekt (Knast und Zwangsarbeit gegen Müßiggänger etc.) schon im Dezember 1917 gegründet und zügig in Hinblick auf Aufgaben und Befugnisse und territorial in die Provinzen erweitert. Erstes markantes Objekt eines brutalen paramilitärischen Angriffs wurden am 11.4.1918 anarchistische Zentren – mit 40 Toten und Verwundeten für die von Revolutionstribunalen und Volksgerichtshöfen Verurteilten eingerichtet. Kinder und Minderjährige wurden in Sonderlager gesteckt. Lenins Leitverstellung war die Zurichtung der Arbeitsbevölkerung für sein Ideal einer tayloristisch/fordistisch organisierten „gesamtgesellschaftliche Maschine“, die er „Sozialismus“ nannte. Die Tscheka wurde nach und nach auf allen Feldern der Durchsetzung dieses „Sozialismus“, vor allem im Krieg gegen die Bäuer*innen und gegen die Arbeiter*innen eingesetzt. Rechtliche Beschränkungen standen nur auf dem Papier, es gab faktisch keine. Auch in der Wahl der Mittel: lokale Tschekaverbände operierten in totaler Willkür und oft in einem regelrechten Blutrausch. Sie folterten durch Enthäutungen – in der „Handschuhmethode“ nach hautlösendem Kochen der Hände -, Skalpieren, Steinigen, Rollen in von innen nagelgespickten Fässern, Durchfresse von Ratten durch in Tonnen gezwängte Körper über dem Feuer, winterliche Verwandlung nackter Gefangener in Eisstatuen durch Übergießen mit Wasser. Sie führten zwecks Vermeidung von Blut die Genickschussmethode ein. All das ist gut dokumentiert, weil Lenin, der auch eigene Anweisungen gab, und die bolschewistisch Führung über die Tschekaleiter alle drei Tage telegraphisch informiert wurde.7 Das alles war Teil des offen propagierten „roten Terrors“.

Kriegskommunismus gegen die Arbeiter*innen

Das alles auch gegen die Arbeiter*innen?8 Natürlich und folgerichtig. Noch vor der im Folgenden behandelten Revolution aus den Dörfern hatten die proletarischen Frauen, genauer die Textilarbeiterinnen aus dem Petersburger Wyborg-Bezirk die revolutionäre Dynamik in die Februarrevolution entfesselt, die den Zaren in die Flucht trieb und sein Regime beiseite fegte, bevor noch ein Bolschewik in die Schuhe kam. In der Folgezeit begannen die jungen Arbeiter, Frauen und Jugendlichen mit einer Vielfalt von Aktionen die Formen und Mittel der Ausbeutung in den Fabriken zu beseitigen: die übelsten Akteure der Firmenleitung, Polizeiinformanten, Fabrikpolizisten und vernichteten die entsprechenden schriftlichen Unterlagen. Zunehmend übernahmen sie auch die Kontrolle über den Produktionsprozess mit demokratisch gewählten Fabrikkomitees. Mit der Tendenz zur Lohnangleichung betrieben sie die Beseitigung des verhassten Stücklohns (nach Marx Signum des Kapitalismus) und – wie schon vor dem Krieg – alle Ansätze zur Taylorisierung und zum fordistischen Fließbandregime.

Den Bolschewiki und vor allem Lenin ging es jedoch im Kern gerade um die Unterwerfung der Arbeiter*innen und tendenziell der ganzen Gesellschaft unter das Taylorregime, wie Lenin es immer und immer wieder in Reden und Schriften raushämmerte.

Der russische Mensch ist ein schlechter Arbeiter im Vergleich mit den fortgeschrittenen Nationen….Arbeiten lernen –diese Aufgabe muss die Sowjetmacht dem Volk in ihrem ganzen Umfang stellen.“

Diesem Zweck diente der Einsatz des Taylorsystems, das „…eine Reihe wertvollster wissenschaftlicher Errungenschaften in der Analyse der mechanischen Bewegungen, der Ausschaltung überflüssiger und ungeschickter Bewegungen, der Ausarbeitung der richtigen Arbeitsmethoden, der Einführung der besten Systeme der Rechnungsführung und Kontrolle usw. …, ein sicherer Übergang zur unbedingten Unterordnung unter die persönlichen Anordnungen der Vertreter der Sowjetmacht während der Arbeit.“ „Lerne vom Deutschen“, hieß die Devise.9 Diejenigen, die sich der Verletzung der Arbeitsdisziplin „..schuldig gemacht haben, (sind) ausfindig zu machen, vor Gericht zu stellen und schonungslos zu bestrafen.“.

Schon im Dezember 1917 hatte Lenin einen „Kampf auf Leben und Tod gegen alle Müßiggänger und Gauner angekündigt, die sich vor der Arbeit drücken“, verbunden mit der Androhung von „Gefängnis und schwerster Zwangsarbeit…Man wird ihnen nach Abbüßung ihrer Freiheitsstrafe gelbe (!) Pässe aushändigen, damit das ganze Volk sie zu ihrer Besserung als schädliche Elemente überwache.“10

In dieser Zielrichtung betrieb die Tscheka die Zwangsarbeits- und Konzentrationslager mit allen oben genannten Mitteln und Befugnissen.

All dies war eine konsequente, wenn auch sehr weit getriebene Ausformulierung von Taylors Vorstellungen. Konsequent, denn dieser betrieb seine technologischen Strategien ausdrücklich als „Krieg gegen die Arbeiter*innen“ und wollte sie auch so verstanden wissen.“11 Sie waren ja auch im Kern Strategien der Gewalt: Das Arbeitsverhalten wurde zertrümmert und die daraus gewonnenen Verhaltenspartikel seriell als Kette neu zusammengefügt (z.B. am Fließband). Dadurch wurden die im Arbeitsverhalten eingelassen relativen Autonomien aufgelöst und ins Management abgezogen.12 Taylorismus wurde zur kapitalistischen Leittechnologie der gesamten Epoche und für alle gesellschaftlichen Bereiche. „Management“, das war In Lenins Begrifflichkeit „der Vertreter der Sowjetmacht“. Auch hier war Taylorismus also „Krieg“ und ab 1918 „Kriegskommunismus“. Darin versuchte sich Lenin zum obersten Kriegsherrn über die Arbeiter*innen zu machen. Die „Produktionsweise“ enthüllte sich als zunehmend heißer Krieg. Mit beträchtlicher Rendite aus dem so begründeten neuen sozialtechnischen Kommando, versteht sich, ähnlich, aber krasser noch als im Westen: Lenin riss sich den Rolls-Royce des Zaren und das Gut von General Morosow unter den Nagel, ähnlich verfuhren die anderen bolschewistischen Kader.13

Konsequent wurden unter Einsatz des zu Gebote stehenden Gewaltarsenals ab Anfang 1918 alle von den Arbeiter*innen 1917 erkämpften Rechte und Formen der Gegenmacht in der Fabrik wieder beseitigt. Die „Arbeiter*innenkontrolle als Kontrolle über den Produktionsprozess wurde in Kontrolle über die Arbeiter*innen verwandelt, der Stücklohn wieder eingeführt und die Einebnung der Lohnunterschiede mit einem 17-stufigen Lohnschema rückgängig gemacht. Es ist klar, dass Lenin und seine bolschewistische Führungsriege von Anfang des Kriegskommunismus an die Arbeiter*innen nur als Objekt zurichtender und disziplinierender Gewalt begriffen, nicht als Subjekt. So figurierten sie in der Diktion der Vertreter der Sowjetmacht sehr bald nicht mehr als „Klasse“, sondern als „rabochaia sila“, verkürzt zu „rabsila“ („rab“= Sklave).

Die Quittung stellte die Klasse schon im Frühjahr 1918 aus: den Beginn einer mächtigen, mit Streiks verbundenen antibolschewistischen Basisbewegung in St. Petersburg. Sie fand ihren organisatorischen Ausdruck in der Gründung der Außerordentlichen Versammlung der Delegierten der Petrograder Fabriken mit im Juni schon mehreren Hunderttausenden Mitgliedern. Die Bolschewiki gingen bald mit Waffengewalt gegen die proletarischen Aktionen vor, Höhepunkt Anfang Juli mit 70 Vorfällen, Streiks etc. Auch in der Folgezeit ging es immer wieder um die 1917 erkämpften Rechte und den Verrat der Bolschewiki. Über Höhepunkte in Tula, Nischninowgorod, Kaluga und vor allem Astrachan mit Einsatz von Maschinengewehren eskalierte dieser Krieg gegen die Arbeiter*innen bis zum Massaker von Kronstadt stetig.14

Kriegskommunismus gegen die Bäuer*innen

Noch brutaler wütete der Kriegskommunismus gegen die Bäuer*innen.15 Sie hatten die Impulse der Februarrevolution schnell aufgegriffen – die Revolutionärinnen waren ja Bauernarbeiterinnen aus ihrem dörflichen Hintergrund – die Gutshäuser besetzt und Gutsherren entmachtet. Noch bevor der rote Oktober aus den Puschen kam, war die die Revolution vollendet und eine eigene Ordnung in den Dörfern aufgebaut: vor allem Gutshäuser in Schulen verwandelt und Lehrer*innen eingestellt, weil es ihnen sehr auf Bildung ankam und mit der überdörflichen Organisation begonnen. Alles orientiert an der „moralischen Ökonomie“, nach der alle versorgt werden mussten, bevor ein Korn Getreide das Dorf verließ, wurde unter Wiedereingliederung und Teilenteignung der Kulaken16 Gleichheit hergestellt wurde, Eigentum an Grund und Boden abgeschafft und der Boden nach Bedarf der Esser*innen verteilt („Esserismus“ im verächtlichen Sprech der an Leistungsnormen orientierten Bolschewiki). Schon die zaristische Autokratie war in der Nuller Jahren in den sozialen Krieg gegen die Bäuer*innen eingetreten und hatte im Weltkrieg eine Getreideraubbehörde (unter Groman) eingerichtet. Bäuer*innen wurden nicht gefragt, sie wurden als Raubhalde betrachtet. Das, obwohl sie sogar freiwillige kostenlose Unterstützung an die Soldaten leisteten. Die Führung der Behörde (unter Groman) wechselte 1918 in den Dienst der Bolschewiki und setzte den Raubkrieg fort. Jetzt nicht mehr unter dem zaristischen schwarzen Adler, sondern unter der roten Fahne. Ansonsten änderte sich nichts, nur die Härte wurde gesteigerte. Wie schon die zaristische Kriegsökonomie unter Groman, so fragte auch Lenin und die Bolschewiki die Bäuer*innen nicht, in welcher Form sie wie schon im Krieg einen Beitrag zur Beseitigung der Getreideversorgung leisten wollten. Sie begannen gleich mit der Organisation zur Fortsetzung des Raubkriegs, wieder unter Groman. Schon Ende September 1917 hatte Lenin ein Getreidemonopol gefordert und im Januar 1918 fertigte er einen Resolutionsentwurf zur Bildung bewaffneter Requisitions-Abteilungen von 10-15 Mann. Das war der Beginn der Formierung einer inneren Front des Kriegskommunismus mit Hilfe einer Getreiderequisitionsarmee.

Unter Lenins Führung operierte diese nicht nur para- und zum Schluss militärisch, sondern auch mit einer geradezu faschistoiden Dehumanisierungspropaganda gegen „die gierigen, vollgefressenen, entmenschten Kulaken …Blutsauger.., Spinnen,…Blutegel,…die unverzüglich zu hängen seien“.17 Da es Kulaken nicht mehr gab und sie mit Lenins Kenntnis, zu einfachen Bäuer*innen redimensioniert, in die Dorfgemeinschaft eingegliedert worden waren, war offensichtlich, dass die Entmenschung den nicht unterwerfungsbereiten Bäuer*innen und ihren Formen der Selbstorganisation galt. Über dieses Ausmaß von Dehumanisierung ist selbst Stalin nicht hinausgegangen. Der blutige rote Terror der Requisitionsarmee und vor allem der rechtlich nun völlig entfesselten, auf 38 aufgestockten Provinz- und 75 Distrikt-Tschekas wurde intensiviert. Da, wo sie Zugang zu den Dörfern fanden, wurde er in Form von Geiselnahmen, Folter, Erschießen zur ständig drohenden, manchmal täglichen Erfahrung der Bäuer*innen und ihrer Kinder. Die Bolschewiki erklärten ihn als Mittel der „Aufklärung“ und „Erleuchtung“ der Bäuer*innen, als Mittel ihrer Erziehung und Vorbereitung auf das neue sozialistische Regime.

Die Bäuer*innen waren im Bürgerkrieg gegen die Weißen zu einer Zweifrontenstrategie gezwungen. Immer wenn die Weißen im Vorteil waren, unterstützten sie die Rote Armee, weil sie die alten Herren nicht wiederhaben wollten und ließen in der Unterstützung nach, wenn die Rote Armee siegte, weil sie die neuen Herren auch nicht wollten. Sie identifizierten sich mit der Revolution von 1917. Ihre Hymne war die Marseillaise, ihr Symbol die rote Fahne. Sie bildeten sehr zügig im stetig anwachsenden Widerstand gegen den militarisierten Getreideraub Kampfgruppen, die mit Guerillataktiken operierten und ins Jahr 1921 zu großen Verbänden anwuchsen. Kommandeure wurden gewählt. Einer der bedeutendsten von ihnen war der legendäre sozialrevolutionäre Kommandant eines Aufstandsregiments Alexandr Antonov, der im Befehlshaber im großen Tambower Aufstand zum Befehlshaber heranwuchs. Von hier aus betrieben die Vertreter*innen der Bäuer*innen in einem Prozess der Selbstorganisation von unten die Herstellung eines revolutionären gesamtrussischen Gebildes. Und über Russland hinaus. Denn das Kontinuum der Aufstände reichte in den Balkan und bis in die Türkei hinein.

Lenins kriegskommunistische Strategien überschritten die Grenze zum Völkermord, als sie nach dem Sieg über die Weißen Anfang 1920 nicht einhielten, sondern die Gewalt des Raubkriegs in Verlängerung kriegskommunistischer Strategien fortsetzten, ja sogar steigerten. Hier wurde die ganze nunmehr freigewordene Militärmaschinerie eingesetzt in der Hoffnung, nach den vielen Fehlschlägen endlich die Gegenmacht der Dörfer und der „moralischen Ökonomie“ zu brechen. Personell bestand sie in den oberen Rängen aus den massiv (75 000) vor allem in die höchsten Kommandoebenen (83% des Generalstabs, 90% der Divisionskommandeure) der „Roten Armee“ integrierten zaristischen Offiziere.18 Waffentechnisch verfügte allein der ehemals zaristische hochrangige Kommandeur Tuchatschewski gegen die Forken, Mistgabeln und einigen erbeuteten Gewehren 768 Maschinengewehre, 103 schwere Geschütze, 5 Panzerzüge, 21 Panzerwagen und 18 Flugzeuge. Tuchatschewski, der eine führende Rolle im Krieg gegen die Bäuer*innen spielte, scheute nicht vor dem Einsatz von Giftgas zurück. So hieß es im Geheimbefehl Nr. 0016 vom 12.6.1921:

„…für die sofortige Säuberung der Wälder befehle ich, 1. Die Wälder, in denen sich Banditen (offizieller Sprachgebrauch für aufständische Bäuer*innen, D.H.) verstecken, mit Giftgas zu säubern, und genau darauf zu achten, dass die Wolke den ganzen Wald bedeckt und alles vernichtet wird, was dort versteckt ist“

Die bolschewistische Zentrale schickte zu diesem Zweck 250 Gasballons mit dem Kampfchlorgas E-56. Auch die Dörfer wurden mit Giftgasgranaten beschossen. Schlimmer noch war dort der Hunger. Denn der Getreideraub griff nunmehr auch nach dem Saatgut für die nächste Aussaat und hatte dadurch den millionenfachen Hungertod zur Folge. So stand im Mai 1921 nur noch ein Viertel des erforderlichen Saatguts zur Verfügung. Der leninistische Hungermord wird in der Literatur als Völkermord gesehen. Dennoch standen die Bolschewiki am Rande einer Niederlage. Sie nahmen Zuflucht zur Neuen Ökonomischen Politik (NEP) und ihrer Wiedereinführung von marktwirtschaftlichen Elementen. In den Jahren 1927 und 1928 griff die stalinistische Wende Strategien und Mittel des Kriegskommunismus wieder auf, unter zum Teil ausdrücklicher Berufung.

Gegen die Arbeiter*innen wurde die „Militarisierung der Arbeit“ eingeleitet. Ein-Mann-Management, Bindung der Arbeiter*innen an die Fabrik, Nahrungszuweisung bzw. –entzug als Mittel der Disziplinierung, Lohndrückerei, massiver Einsatz der Tscheka, Konzentrationslager gegen Streikende waren Kernelemente, die jedoch die Streikbewegungen nicht eindämmen konnten. Sie nahmen vielmehr zu und waren auf dem Wege zur Besetzung von Kronstadt. Die Geschichtsschreibung resümiert, dass Lenin und seine Partei am Ende des Kriegskommunismus praktisch keine Basis mehr in der wirklichen Klasse hatte. Allenfalls in der als Partikel einer allumfassenden Produktionsmaschinerie imaginierten.

Die sogenannten planstaatlichen Maßnahmen, im Kern die Nationalisierungen von Fabriken, Bergbauunternehmen, Mühlen etc. standen nur auf dem Papier. Denn die Bolschewiki hatten – sogar bis in den Stalinismus hinein – keine Informationen über die dort herrschenden Verhältnisse und konnten sie auch nicht kontrollieren. Lediglich auf die Gelddruckmaschinen hatten sie Zugriff mit dem Ergebnis einer in Russland bis dahin beispiellosen Inflationierung.

Das sozialhistorisch absurde daran ist, dass Lenin und seine Bolschewiki, aber auch die bürgerlichen Schichten nur ein verschwindendes Element der russischen Gesellschaft bildeten. Sie bestand zu 90% aus Bäuer*innen. Das konzeptionell Gewaltsame daran ist, dass ihnen vom Standpunkt der tayloristischen Avantgarden der Status als Teil der Gesellschaft aberkannt wurde und sie, wie unter den Romanoffs nur als Raubhalde begriffen wurden. Ohne Zugeständnis eines Subjektstatus.

Das alles war Kriegskommunismus. Wie will uns Malm und seine bolschewistische Forschungsgruppe die kriegskommunistischen Gräuel als Rettung aus der Krise verkaufen? Malm und seine Leute sind alles andere als dumm. Kenntnisreich berufen sie sich auf ein Narrativ, eine Erzählweise, die früher ein paar Befürworter hatte, in der Geschichtsschreibung jedoch längst als überholt und ad Acta gelegt gilt: Die Neutralisierung der kriegskommunistischen Gewalt als Not- und ad hoc-Defensivmaßnahmen angesichts der durch den Krieg aufgezwungenen Notsituationen. Er schreibt:

Die Bolschewiki stolperten so von einem Notstand in den nächsten, was sie dazu veranlasste, ein paar ihrer Grundsätze zu radikalisieren.19

Malms Beschönigungen gehen an den hier geschilderten Tatsachen, dem Forschungstand und den An- und Absichten der bolschewistischen Macher vorbei. Schon Leonid Krassin (führender Altkader, als Aufsichtsrat der russisch-asiatischen Bank in den Kern der zaristischen Kriegsökonomie aufgestiegen und direkt auf Lenins Bitte in die sowjetische Kriegsökonomie übergewechselt) und der Planstaatsspitzenfunktionär Yuri Larin haben, wie auch viele andere, auf der „sozialistischen“ Innovationsfunktion des Kriegskommunismus bestanden. Spätestens seit Paul Roberts‘ Aufsatz im Slavic Review vom Juni 197020 mit einer detaillierten Analyse von Lenis eigenen Äußerungen gilt die Notlösungs-Stolperlegende als überholt. Er ist gründlich und, wie die Darstellungen der meisten amerikanischen Historiker*innen aus naheliegenden Gründen nicht Leninismus-feindlich. Seine Befunde wurden breit rezipiert und gebilligt. Auch da, wo es das Durcheinander von Notmaßnahmen gab, so stellten sie gleichwohl nur Begleitphänomene eine stringenten kriegskommunistischen Politik Lenins dar. Denn es steht ja außer Frage, dass der Krieg gegen Arbeiter*innen und Bäuer*innen und der Pfad ins Neuland ständig auf „learning by doing“ und „trial and error“, also auch Notmaßnahmen angewiesen war. Es kann ja kein Plan und erst recht keine Planwirtschaft funktionieren, wenn es Gegenwehr gibt.

B. Wie verfährt Malm? Was will er?

I

Malms Darstellungsweise, seine Rhetorik orientiert sich an Lenin. Er folgt ausdrücklich einem rhetorischen Agitproprezept Lenin’scher Prägung:

Lenin war vom Kollaps geradezu besessen: ‚Wir nähern uns immer rascher dem Zusammenbruch‘ “ „Es lohnt sich, ein weiteres Mal hervorzuheben, wie zentral die Katastrophe für die Entwicklung des revolutionären Marxismus war“21

So erzeugt denn auch Malm in seinen hier behandelten Büchern rhetorisch von Beginn an ein Katastrophenklima, das er zunehmend verdichtet, sodass nur noch das gewünschte Maßnahmenbündel als Ausweg zu bleiben scheint: Kriegskommunismus, ein gewisses Maß an harter Macht mit den Mitteln des Staats, damals wie heute:

Denn wenn es etwas gibt, das in Zeiten des chronischen Notstands auf der rechten Seite der Gleichung unbedingt erforderlich ist, dann ist es ein gewisses Maß an harter Macht“ 22

Seine Ressourcen lokalisiert er über das ganze Buch hinweg im Staat.

II

Markantes Mittel seines Agitprops ist eine in den Text eingestreute kontrafaktische Pflege bolschewistischer Mythen: laufend im Text wird für den roten Oktober und seine Akteure der Begriff „Revolution“ und „revolutionär“ bemüht. Das geht an den Tatsachen vorbei. Der Oktober war nach den Darstellungen der neueren Forschung eine Machtergreifung durch Kader mit Hilfe bolschewistischer Formationen. Der „Sturm auf den Winterpalast“, der ja nach bolschewistischer Erzählung der Kern der revolutionären Machtergreifung darstellt und auf den er mehrfach verweist, war unspektakulär. Da saßen vor Angst bibbernde Vertreter der provisorischen Regierung Kerenskis, die sich, wie Kerenski selbst, nach Möglichkeit verdrückten, ohne dass das Petersburger Nachtleben der besseren Kreise beeinträchtigt und die Arbeiter*innenviertel in Unruhe gerieten. In aller Stille wurden zentrale Einrichtungen wie Post, Telegrafenamt, Telefonzentrale, Staatsbank, Bahnhöfe besetzt.23 Also wenig Revolution.

III

Demgegenüber jedoch werden die wirklichen und von unten selbstorganisierten Erhebungen der Frauen aus den Wyborger Fabriken mit der von ihnen angestoßenen Februarrevolution und die Revolution aus den Dörfern mit der Vertreibung der zumeist adeligen Gutsherren überhaupt nicht erwähnt. Und das ist in Anbetracht der Kenntnisse von Malm und Genossen über Lenin krass. Denn aus seinen Werken ist bekannt, dass er aus seinem Versteck in Finnland die Genoss*innen ständig über die Revolution auf dem Land informierte und sie antrieb, ihr gerecht zu werden. Ohne Resonanz. Das Übergehen der beiden wirklichen Revolutionen des Jahres 1917 ist eine Art eliminatorischer Geschichtsdarstellung, die der eliminatorischen Praxis im Kriegskommunismus ihr legitimatorisches Fundament zimmert.

IV

Was will Malm?

Ein Wiederaufgreifen des „Kriegskommunismus“ in einer neuen Aufrüstung staatlicher Macht, mit deren Ressourcen der Klimakrise begegnet werden kann, denn:

Wenn wir nun für einen Augenblick die allseits bekannten beträchtlichen historischen Probleme, die sich daraus ergaben, außer Acht lassen, können wir feststellen, dass die Logik der gegenwärtigen Situation vielleicht gar nicht so verschieden davon ist.“24

Welche seiner brutalen Strategien sollen verfolgt werden, welche Mittel aus seinen mörderischen Barbareien sollen eingesetzt werden? Nicht standrechtliche Erschießungen, Lebensmittelraubabteilungen, Militarisierung der Arbeit haben wir gehört. Und die anderen werden übernommen, hieße das. In einem Interview mit dem Jacobin Magazine sagt er:

Kriegskommunismus stellt eine Analogie zur Verfügung, mit der man spielen kann – nicht in dem Sinn, alles zu kopieren, das die Bolschewiki während des Bürgerkriegs gemacht haben.“25 Die Zukunft also heißt im übertragenen Sinne ökologischer Kriegskommunismus, wobei dieser Begriff ‚nur eine Analogie, aber eine inhaltsreiche‘ darstellt“26

Nicht alles, das heißt also immerhin eine Menge. Was, wird unbestimmt gelassen, auf jeden Fall aber der Gesamtcharakter einer umfassenden Macht- und Gewaltstrategie. Analog soll die Anwendung sein. Das ist nachvollziehbar, denn die fordistische Ära von Massenproduktion –konsum und -kultur ist an ihr Ende angelangt und wird in eine neue „Produktionsweise“, würde Malm sagen, unter Anwendung der Informationstechnologien überführt. Gefordert wird also die dem alten Kriegskommunismus entsprechende Anwendung von Gewalt und staatlicher Macht in der beginnenden Ära.

Diese Ära wird zunehmend geprägt von den Strategien und Mitteln der informationstechnologischen Innovationsoffensive. Dass es sich wie mit dem Einsatz des Taylorismus wieder um die Antwort auf eine fundamentale Krise der kapitalistischen Kommandos handelte, ist mehrfach behandelt worden.27 Einige seiner Elemente sind: Die Gewalt einer mit den Mitteln der IT intensivierten Taylorisierung (wie bei Amazon), eine tendenziell totale Überwachung der Gesamtgesellschaft bis in die intimsten privaten Dimensionen hinein, das zunehmend in die Gesamtgesellschaft ausgeweitete Diktat von „Rating und Scoring“, die Überführung der tayloristischen „seriellen“ Kommandostruktur in Zwänge zur Selbstoptimierung.28 Die internationale Konkurrenz im Wettlauf um Technologieführerschaft ist ähnlich erbittert wie zu Lenins Zeiten. Und hier sieht Malm die Aufgabe, die Behandlung der Krisen – Klima ebenso wie Covid – in analoger Anwendung kriegskommunistischer Härte – als Übergang zu einer neuen „Produktionsweise“ zu vollziehen:

Anstatt unser Augenmerk auf die Bürger*innen zu richten, werden wir mit Hilfe unserer erstaunlichen Befähigung zur Überwachung und Datenerfassung die Unternehmen in den Blick nehmen, ihre Geschäftsbücher einsehen,, gründliche Input-Output- Analysen durchführen…“29

Da die Klima-Krise Folge der alten industriellen „Produktionsweise“ war, heißt die Lösung mit den technologisch verkörperten Machtmitteln der neuen „Produktionsweise“ die Austreibung des alten Teufels mit dem neuen Beelzebub. Es geht wie damals um die tendenziell totale Verwirklichung neuer Formen des kapitalistischen Zugriffs auf die Gesamtgesellschaft, auch wenn an dieser Stelle nur von Unternehmen die Rede ist.

Wer wird das machen? „Wir…wir…wir.“ In den dem obigen Zitat folgenden Sätzen ist nur von „wir“ die Rede. Wer ist „wir“? „Wir“, die wir an den staatlichen Machthebeln des neuen Kriegskommunismus stehen und mit seinen Gewaltmitteln operieren. „Leninismus“ hieß: das bolschewistische oberste Management. Die Analogie also: ein neues postfordistisches am Leninismus orientiertes oberstes Management. Das, was damals überheblich „die Massen“ –die proletarischen ebenso wie die bäuerlichen – hieß, kommt ebenso wie damals als Subjekt, als Akteur nicht vor. Die Analogie weist ihnen die Rolle des bloßen Objekts der managerialen Maßnahmen zu. So ist nicht verwunderlich, dass die Breite der klimapolitischen Bewegungen, ihre Formen der Selbstorganisation und des Selbstempowerments, der Erfindungsreichtum ihrer Mittel, die Formen ihrer Vergemeinschaftung im Kampf, die visionäre Kraft ihrer Zukunftsvorstellungen, die bewegende und manchmal ergreifende Moral der kämpfenden Subjekte, ja, auch ihre „moralische Ökonomie“ keinen Platz in Malms Überlegungen haben. Die peripheren Bewegungen des globalen Südens sind ja noch immer geprägt von einer moralischen Ökonomie der Indigenas, die dem gleichen Hintergrund entstammt, wie die damalige. Diejenige, die der Leninismus mit den Mitteln des Kriegskommunismus zu vernichten trachtete. Sie werden auch die Bolschewisierung der Klimabewegung nicht zulassen.

Unter dem Gesichtspunkt der Nichtachtung der Subjekte und selbstorganisierten Basisbewegungen passt es, dass Malm in einer Diskussionsrunde am 14. Mai „die Helden des Widerstands in Gaza“, „angeführt von Mohammed Deif“, dem militärischen Anführer der Hamas lobte und von einem „globalen Modell“ für politischen Kampf sprach. Israel nannte er eine „zionistische Entität“, deren Politik sich auf dem Weg befinde, den die protogenozidale Rechte beschritten habe. Als der Philosoph Anselm Jappe dies nicht hinnehmen wollte, reagierte Malm mit dem Kommentar: „Du bist Deutscher, oder?“

1 Das Buch „Vive la révolution sociale, a bas la démocratie !, Anarchistes de Russie dans l’insurrection de 1905, Paris (Mutines Séditions) 2016, gibt die ganze Breite dieser tausender „Übergriffe“ wieder, die Malm als Bolschewist offenbar nicht kennt.

2 A. Malm, Corona, Climate, Cronic Emergency. War Communism in the Twenty-First Century, Verso Books 2020.

3 D. Hartmann, Krisen, Kämpfe, Kriege, Bd. 2. Innovative Barbarei gegen soziale Revolution. Kapitalismus uns Massengewalt im 20. Jahrhundert, Brlin, Hamburg (AssoziationA) 2019, Kap 3 amburg 1919

4 A. Malm, KlimaIx, op cit., S.239

5 Ebd. S. 244, 243.

6 Im Folgenden Zitiere ich aus meinem Buch „Krisen, Kämpfe, Kriege, Bd. 2, Innovative Barbarei gegen soziale Revolution. Kapitalismus und Massengewalt im 20.Jahhundert, Berlin, Hamburg 1919, hier zitiert als „Krisen“

7 Zu allem G. Leggett, The Cheka: Lenin’s Political Police; N. Werth, A. Berelowitch, L’État soviétique contre les Paysans, Rapports secrets de la police politique (Tcheka, GPU, NKVD,1918-1939, Paris 1911, „Krisen“, S. 229 ff., 242 ff.

8 „Krisen“, S. 203 ff., 211. ff.

9 Nachweise in „Krisen“, S. 219 f.

10 Nachweise in „Krisen“, S. 230

11 Ebd. S. 72

12 Ebd.

13 Ebd. S. 233 mit Nachweis

14 Ebd., S. 251ff.

15 Zu allem folgenden ebd. S. 236 ff.

16 Kulaken waren die in den Nuller Jahren unter Premierminister Stolypin geförderten neuen reichen Bauern, mit dem vorrangigen Ziel, die Dorfgemeinschaften zu sprengen und die kollektive bäuerliche Gesellschaft zu individualisieren.

17 Ebd. S. 239

18 Dazu insgesamt ebd. 262 ff.

19 A. Malm, KlimaIx, op. cit., S. 237

20 P.C. Roberts, „War Communism“: A Re-examination, Slavic Review Bd. 29 (Juni 1970).

21 A. Malm, KlimaIX, op. cit, S. 189, 223.

22 Ebd. S. 188.

23 Für eine gelungene Zusammenfassung O. Figes, Die Tragödie eines Volkes. Die Epoche der russischen Revolution 1891 bis 1924, Berlin 1998, Kap. 11, S. 501 ff.

24 Ebd. S. 192

25 „To Halt Climate Change, We Need an Ecological Leninism“, https: jacobinmag.com/2020/06/andreas-malm-coronavirus-covid-climate-change, S.9

26 A. Malm, KlimaIx, op. cit., S. 251

27 IT – Der Technologische Angriff des 21. Jahrhundert, in: capulcu Redaktionskollektiv, Disrupt!, Münster 2017, S. 11; D. Hartmann, Krisen, Kämpfe, Kriege, Bd. 1. Alan Greenspans endloser „Tsunami“. Eine Angriffswelle zur Erneuerung kapitalistischer Macht, Berlin, Hamburg (AssoziationA) 1915, S. 35 ff.

28 Zu weiteren auch die Bände des Capulcu Kollektivs mit dem Titel „Disrupt!“, „Delete!“, „Diverge!“, alle Münster (Unrast) 2017, 2019, 2021.

29 A. Malm, KlimaIx, op. cit., S. 193.

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